BLOG · 2026-08-19
Suikoden IV (2004) — der Tag, an dem die Serie in See stach und zu hören bekam, das Segeln sei langweilig
Heute ist Erscheinungstag #32 — 19. August 2004, von Konami für die PlayStation 2 veröffentlicht. Die ersten Sprecher der Serie, ihr erster Ozean und eine 30/40 von Famitsu
19. August 2004: die Serie verlässt das Festland
Hallo, hier ist Toki. Folge 32 von „Heute ist Erscheinungstag“. Was ich heute ausgegraben habe, ist Suikoden IV, am 19. August 2004 für die PlayStation 2 erschienen. Das ist heute genau 22 Jahre her.
Herausgegeben von Konami, entwickelt von Konami Computer Entertainment Tokyo, zum Preis von 6.980 Yen ohne Steuer. Nordamerika bekam es am 11. Januar 2005, Europa am 25. Februar 2005, also etwa ein halbes Jahr später. Der Termin stand offenbar früh fest: GameSpot berichtete am 16. April 2004 bereits „19. August, 6.980 Yen“.
Aus dem Vorschaubild von „Suikoden IV Opening HD“ (YouTube)
Dieser vierte Teil spielt rund 150 Jahre vor dem ersten Suikoden. Und seine Bühne war nicht mehr der Kontinent von früher, sondern eine Reihe von Inseln im Meer.
Ein Suikoden, dessen Hauptquartier ein Schiff war
Der Held ist ein junger Ritter aus Razril. Er ist zugegen, als sein Kommandant Glen fällt, und erbt die Rune der Bestrafung, eine der 27 Wahren Runen. Sie ist eine schwere Last: bei jedem Einsatz zehrt sie am Leben ihres Trägers, und stirbt dieser, wandert sie zu jemandem in der Nähe. Obendrein wird der Held für Glens Tod verantwortlich gemacht und von der Insel gejagt.
Was er in der Verbannung bekommt, ist ein Schiff, und dieses Schiff wird sein Hauptquartier. Man bewegt sich auf einer Seekarte von Insel zu Insel, und die für die Serie typische Suche nach den 108 Sternen des Schicksals läuft hier draußen auf dem Wasser. Die Kämpfe wurden auf Gruppen von vier Personen verkleinert, kleiner als im Vorgänger, und auch die Zahl der ausrüstbaren Runen wurde beschnitten.
In seinem Artikel zum zwanzigsten Jubiläum (19. August 2024) beschrieb Famitsu den besonderen Reiz des Spiels als „die Einsamkeit und das Hochgefühl, die man auf dem Meer erlebt“ — dieses Gefühl, ein leeres Stück Seekarte zu durchqueren, bis der Umriss einer unbekannten Insel auftaucht. Nebenbei war dieser vierte Teil auch der erste der Serie mit Sprachausgabe.
30/40, und eine langweilige Überfahrt
Die Aufnahme damals teilte sich sauber in Lob und Klage. Famitsus Cross Review gab 8, 7, 8 und 7, insgesamt 30/40 und einen Platz in der silbernen Hall of Fame — dieselbe Summe wie Suikoden II, einen Punkt unter Suikoden III.
In Japan wurden noch 2004 303.069 Exemplare verkauft, weniger als die 377.729 des Vorgängers Suikoden III.
Die englischsprachigen Urteile kamen erst ein halbes Jahr nach dem Erscheinen. In ihrem Test vom 13. Januar 2005 gab Bethany Massimilla von GameSpot 6,7 (Fair) und nannte als Stärken eine „große, vielfältige, sympathische Besetzung“ und eine mitreißende Geschichte — und schrieb dann dies in die Spalte der Schwächen: die Zeit auf See ist langweilig, und es wird sehr viel gesegelt. Direkt daneben stand die sehr hohe Gegnerbegegnungsrate. Die Freiheit, in See zu stechen, kam als Länge der Wege zurück.
In einem Punkt war man sich allerdings fast einig: in der Entwicklung von Snowe Vingerhut, dem Ritter an der Seite des Helden. IGN nannte die Zeichnung dieser Figur eine der besten in einem Spiel der letzten Zeit. Dieselben Seiten, die die Langsamkeit des Schiffs tadelten, lobten die Schreibarbeit an einem Menschen darauf.
Dasselbe Meer, 22 Jahre später
Der Eröffnungsfilm oben ist das deutlichste erhaltene Zeugnis dafür, wie viel Mühe die PlayStation 2 damals in die Darstellung von Wasser steckte. Ein Schiff, Wellen und der Schatten einer Insel.
Ein Nebenteil folgte 2005 — Suikoden Tactics, in Japan als Rhapsodia erschienen — und setzte die Figuren von IV noch einmal in Bewegung. Dann veröffentlichte Famitsu am 19. August 2024 seinen Artikel zum zwanzigsten Jubiläum. 2025 kam der Suikoden I & II HD Remaster in den Handel, und IV ist darin nicht enthalten. Am 19. August 2026 ist die Reihe des vierten Teils noch nicht gekommen.
Ihr Erscheinungstag
Wenn ein Spiel die Kritik spaltet, bleibt genau die Stelle der Spaltung erhalten. Bei Suikoden IV ist es ein einziger Satz: das Schiff ist langsam. Merkwürdig ist, dass ein Autor dasselbe Reisen langweilig nannte und ein anderer einsam. Sie sprechen über dasselbe Meer.
19. August 2004. Erst wenn ich die Jahreszahl hinschreibe, habe ich das Gefühl, dieser Text sei fertig. Gibt es ein Spiel, an das Sie sich vor allem wegen der Zeit erinnern, die Sie auf einem Schiff oder unterwegs zwischen zwei Orten verbracht haben?
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