BLOG · 2026-08-21

Dragon Ball: Final Bout (1997) — 245.000 Stück in Japan, im Ausland „das schlechteste PlayStation-Kampfspiel“

Heute ist Erscheinungstag #34 — 21. August 1997, von Bandai für die PlayStation veröffentlicht. Ein Spiel, zwei entgegengesetzte Urteile über einen Ozean hinweg

21. August 1997: Dragon Ball wird erstmals vollständig 3D

Hallo, hier ist Toki. Folge 34 von „Heute ist Erscheinungstag“. Ein und dasselbe Spiel verkaufte sich in Japan über 240.000 Mal und wurde in einem Magazin im Ausland als „unbestreitbar schlechtestes Kampfspiel, das je für die PlayStation gemacht wurde“ bezeichnet. Es ist Dragon Ball: Final Bout, erschienen am 21. August 1997. Heute wird es genau 29.Vorschaubild des Intros von Dragon Ball: Final BoutAus dem Vorschaubild von „【HD】ドラゴンボール FINAL BOUT - オープニング / Dragon Ball GT: Final Bout - Opening“ (YouTube)

Herausgegeben von Bandai, entwickelt von TOSE. Preis: 5.800 Yen, Artikelnummer SLPS-00949. Drei getrennte Quellen nennen denselben Tag: die Erscheinungsliste von Gamer für August 1997, die Release-Daten von GameFAQs und das japanische Game Catalog Wiki.Karte mit den Erscheinungsdaten: 21. August 1997, PlayStation, Bandai, TOSE, 5.800 Yen, SLPS-00949Grafik von dieser Website (Illustration, KI-generiert). Daten: Erscheinungsliste von Gamer für August 1997 / GameFAQs / Game Catalog Wiki.

Vier weitere PlayStation-Titel teilten sich das Datum: Robo Pit 2, X2, Pastel Muses und Star Borders. Ein Dragon Ball im Regal am Ende der Sommerferien — so ein Tag war das.Vorschaubild eines Videos, das die Figuren von Dragon Ball: Final Bout vorstelltAus dem Vorschaubild von „All Characters in Dragon Ball GT: Final Bout [PS1] Game“ (YouTube)

Meteor Smash — wegschleudern und dann im richtigen Moment zuschlagen

Im Kern ist es ein 2D-Kampfspiel. Doch Figuren und Hintergründe sind 3D, und man kann fliegen. Es war der erste vollständig dreidimensionale Teil der Serie.Vorschaubild eines Longplays von Dragon Ball: Final BoutAus dem Vorschaubild von „PSX Longplay [527] Dragon Ball GT: Final Bout“ (YouTube)

Das Herzstück heißt Meteor Smash. Man schleudert den Gegner weg, gibt im richtigen Takt einen Befehl ein, und der Nachschlag sitzt. Auch Ki-Attacken können aufeinandertreffen: Prallen zwei Strahlen zusammen, setzt sich durch, wer schneller drückt. Das Spielgefühl war eigen — das Game Catalog Wiki hält fest, dass zwischen Knopfdruck und Bewegung eine Verzögerung liegt.Ablaufdiagramm des Meteor Smash: Wegschleudern, getimte Eingabe, Angriffskette, AbschlussGrafik von dieser Website (Illustration, KI-generiert). Nach den Beschreibungen in der englischen Wikipedia und im Game Catalog Wiki.

Achtzehn Kämpfer sind spielbar, in drei Modi: Versus, Turnier und BUILD UP, in dem eine Figur aufgebaut wird. Sechs dieser achtzehn sind allerdings andere Formen von Son Goku. Gesichter mit fast identischen Bewegungen und Sprüchen standen im Auswahlbildschirm nebeneinander.Diagramm: 6 der 18 Plätze sind andere Formen von Son GokuGrafik von dieser Website (Illustration, KI-generiert). Roster-Daten: Game Catalog Wiki / englische Wikipedia.

Super-Saiyajin-4-Goku steckt versteckt darin. Auch Pan tritt hier erstmals in einem Spiel auf. Am Ende wartet Baby Vegeta als goldener Riesenaffe, und der ist nicht spielbar.Vorschaubild eines Videos mit allen Spezialattacken von Dragon Ball: Final BoutAus dem Vorschaubild von „Dragon Ball GT: Final Bout - All Super Moves PS1 Gameplay HD“ (YouTube)

Japan kaufte 245.000 Stück. Im Ausland riet ein Rezensent, lieber Spielzeug zu kaufen

Das englischsprachige Urteil war deutlich hart. Der Schnitt bei GameRankings lag bei 50,00 % — unteres Mittelfeld.Anzeige des GameRankings-Durchschnitts von 50,00 %Grafik von dieser Website (Illustration, KI-generiert). Daten: englische Wikipedia (GameRankings 50,00 %).

Abgeschrieben haben es aber nicht alle. Die vierköpfige Runde von Electronic Gaming Monthly (Dezember 1997, Nr. 101) war gespalten. Sushi-X lobte es als „ein ‚Guru-Spiel‘, ein Spiel, das unsere Fähigkeiten mit einer Engine dehnt, die so komplex zu meistern und doch einfach genug für Anfänger ist“, und Kelly Rickards nannte es „klar besser als die früheren Dragon-Ball-Spiele“. Dan Hsu schloss so: „Es ist anders, aber ehrlich gesagt werden die meisten von Ihnen es nicht mögen.“Vorschaubild eines Durchgangs mit Son Goku in Dragon Ball: Final BoutAus dem Vorschaubild von „Dragon Ball: Final Bout (PS1/Playstation 1997) - Goku [Playthrough/LongPlay]“ (YouTube)

Jeff Gerstmann von GameSpot spielte den Import: Er lobte das Schauspiel der aufeinanderprallenden Strahlen, monierte aber die fehlende Vielfalt bei Figuren und Attacken. IGN wurde deutlicher: „Wenn Sie Dragon-Ball-Z-Fan sind, mögen Sie dieses Spiel vielleicht … Aber … kaufen Sie besser gleich das ganze Spielzeug — das lässt sich wenigstens besser steuern.“ GamePro nannte die Meteor-Attacken „eine der billigsten und langwierigsten Spezialattacken der Kampfspielgeschichte“.Vorschaubild eines Videos, das die versteckten Inhalte von Dragon Ball: Final Bout freischaltetAus dem Vorschaubild von „DRAGON BALL GT FINAL BOUT - LONGPLAY (UNLOCK ALL%)“ (YouTube)

Der härteste Satz stammt von Next Generation (März 1998, Nr. 39): „unbestreitbar das schlechteste Kampfspiel, das je für die PlayStation gemacht wurde“. Stellt man die Verkaufszahlen daneben, dreht sich die Geschichte. Japan: 245.000 Stück. Nordamerika: 19.564. Die erste nordamerikanische Auflage betrug nur rund 10.000 Exemplare, und diese Zahl ist der Stand bis 2002.Balkendiagramm: 245.000 verkaufte Exemplare in Japan gegenüber 19.564 in NordamerikaGrafik von dieser Website (Illustration, KI-generiert). Daten: englische Wikipedia (insgesamt 264.564).

Das Intro kam von Toei — danach fünf Jahre Leere

Das Video oben ist dieses Intro. Die Animation wurde bei Toei Animation in Auftrag gegeben und ist vielleicht der Teil des Spiels, der am besten überlebt hat. Die Musik stammt von Kenji Yamamoto; vier neue Lieder singt Hironobu Kageyama, im Chor Kuko. Das Soundtrack-Album erschien am 16. September 1997. Super-Saiyajin-4-Goku bekam sogar ein eigenes Stück, „Hero of Heroes“.Vorschaubild des Intros von Dragon Ball: Final BoutAus dem Vorschaubild von „ドラゴンボール ファイナルバウト オープニング DRAGON BALL FINAL BOUT op“ (YouTube)

In Japan folgte am 23. Juli 1998 eine günstige PlayStation-the-Best-Ausgabe (SLPS-91079); das Game Catalog Wiki nennt 2.800 Yen als Preis. Danach hört Dragon Ball auf der PlayStation auf. Der nächste große Teil war 2002 Dragon Ball Z: Budokai für die PlayStation 2.Zeitleiste: Veröffentlichung 1997, günstige Neuauflage 1998 und die fünf Jahre Lücke bis Budokai 2002Grafik von dieser Website (Illustration, KI-generiert). Zeitleiste: GameFAQs / Game Catalog Wiki / englische Wikipedia.

Auch eine Notiz zur Entwicklung ist erhalten. Gezeigt wurde das Spiel auf der Tokyo Toy Show 1997, halb fertig und weniger als ein halbes Jahr vor der Veröffentlichung. Die nordamerikanische Fassung kam am 5. November 1997 in die Regale.Vorschaubild eines Longplays von Dragon Ball: Final BoutAus dem Vorschaubild von „Dragon Ball GT: Final Bout (PS1 longplay)“ (YouTube)

Ihr Erscheinungstag

Dieselbe Disc wurde jenseits eines Ozeans anders gelesen. In Japan war sie zuerst „ein neues Dragon Ball“, und Leser des Mangas kauften 245.000 Stück. In Nordamerika war sie ein Kampfspiel ohne Zusammenhang, und rund 10.000 Exemplare erreichten die Läden. Ein Werk, zwei völlig verschiedene Regale.Vorschaubild eines Videos mit Kämpfen und Turnieren aus Dragon Ball: Final BoutAus dem Vorschaubild von „Dragon Ball GT: Final Bout (1997) PlayStation - Battles & Tournaments“ (YouTube)

21. August 1997. Ohne die Jahreszahl fühlt sich ein Artikel für mich nie fertig an. Gibt es ein Spiel, das Sie weitergespielt haben, obwohl Ihre Meinung nicht zu den Kritiken passte?Diagramm: 29 Jahre nach dem 21. August 1997 ist der 21. August 2026Grafik von dieser Website (Illustration, KI-generiert). Folge 34 von „Heute ist Erscheinungstag“.

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