BLOG · 2026-09-08

Muramasa: The Demon Blade (2009) — jede Kritik lobte die Bilder, und dem Studio ging dabei das Geld aus

Heute ist Erscheinungstag #51 — 8. September 2009 in Nordamerika (in Japan am 9. April desselben Jahres)

Am 8. September 2009 in Nordamerika erschienen — in Japan schon am 9. April desselben Jahres

Hallo, hier ist Toki. Folge 51 von „Heute ist Erscheinungstag“. Das heutige Spiel füllt einen ganzen Artikel allein mit seinen Bildern.Vorschaubild des Trailers von 2009 zu Muramasa: The Demon BladeAus dem Vorschaubild von „Muramasa: The Demon Blade Nintendo Wii Trailer - Demon“ (IGN, YouTube)

Muramasa: The Demon Blade. Entwickelt von Vanillaware, in Japan von Marvelous Entertainment (heute Marvelous) und in Nordamerika von Ignition Entertainment veröffentlicht. Die Plattform war die Wii.

In Japan erschien es am 9. April 2009, in Nordamerika am 8. September desselben Jahres. Heute, am 8. September 2026, wird die nordamerikanische Fassung genau siebzehn Jahre alt.

Es ist ein Action-Rollenspiel in Seitenansicht, angesiedelt in der japanischen Genroku-Zeit. Regie und Buch: George Kamitani; die Musik leitete Hitoshi Sakimoto.

Und vor allem: Jeder Teil des Bildes ist von Hand gezeichnet.

Sechzehn Leute zeichneten es — mehr als die halbe Belegschaft

Sechzehn Leute haben dieses Spiel gemacht. Das war mehr als die Hälfte der Belegschaft von Vanillaware.

Die Wii wurde gewählt, weil ihre technischen Daten denen der PlayStation 2 recht nahe kamen. Hochauflösendes 3D war damals der Zweck einer Heimkonsole; dieses Studio ging in die andere Richtung.

Gezeigt wurde es zuerst auf der Tokyo Game Show 2007, damals unter dem Titel Oboro Muramasa Yōtōden.

Die Produktion blieb bis zuletzt hart. Das Team war erschöpft, das Testen übernahm eine externe Firma. Zum Erscheinen war das Geld des Studios aufgebraucht.

Diese Schönheit ist nicht aus Bequemlichkeit entstanden.

Hundertacht Klingen — und sie zerbrechen, wenn man zu viel schlägt

Es gibt zwei Hauptfiguren. Momohime, eine junge Frau, die vom Geist eines rachsüchtigen Rōnin besessen ist. Und Kisuke, ein Ninja ohne Gedächtnis, der wegen eines Verbrechens verfolgt wird, an das er sich nicht erinnert.

108 Klingen lassen sich sammeln. Man schmiedet sie, häuft sie an und wechselt je nach Lage.

Jede Klinge hat eine Seelenanzeige, die beim Parieren und bei Geheimtechniken sinkt. Ist sie leer, zerbricht das Schwert und verliert stark an Angriffskraft. Auf eine einzige Lieblingswaffe kann man sich nicht verlassen.

Aus unterwegs gefundenen Zutaten lässt sich auch kochen. Eine Mahlzeit stärkt vorübergehend, doch eine Sättigungsanzeige begrenzt, wie viel eine Figur essen kann.Vorschaubild des Trailers von 2009 zu Muramasa: The Demon BladeAus dem Vorschaubild von „Muramasa: The Demon Blade (Wii) Trailer“ (Nintendo Life, YouTube)

Diese Essensbilder wurden damals zum Gesprächsthema. Soba, Sushi, Tempura, Süßigkeiten — bis hin zum Dampf gezeichnet und berühmt dafür, hungrig zu machen. Was Fans später „Vanilla-Essen“ nannten, war hier schon fertig.

Ein Schnitt von 81 — und das Lob zielte immer auf dasselbe

Auf Metacritic kam die Wii-Fassung auf 81 aus 58 Kritiken. Famitsu vergab 34 von 40 Punkten.

Mark Bozon von IGN gab 8,9. Tom McShea von GameSpot gab 7,5: Er lobte die Bilder, die Bosskämpfe und die sammelbaren Schwerter, merkte aber an, dass es außerhalb der Kämpfe wenig zu tun gab.

Keza MacDonald von Eurogamer gab 7: „wie vielen schönen Dingen fehlt es Muramasa: The Demon Blade ein wenig an Substanz.“ Famitsu fand das Kampfsystem fesselnd, bemängelte aber die geringen Unterschiede zwischen den beiden Figuren und eine Geschichte ohne richtigen Höhepunkt.

Bei den Bildern waren sich also fast alle einig. Auseinander gingen die Meinungen erst danach.

Auch die Verkäufe gehören ins Protokoll. In Japan Einstieg auf Platz 2 mit 29.000 Stück, bis November 47.000. In Nordamerika 35.000 im ersten Monat. In einem Interview von 2010 sagte Marvelous, die Kritiken seien gut, die Verkäufe aber niedrig gewesen — wegen der ungewohnten Spielform und der nachlassenden Bedeutung der Wii.

Am 9. Juni 2026 wurde ein Nachfolger angekündigt, geplant für Anfang 2027

Und dann ist da dieses Jahr. In der Nintendo Direct vom 9. Juni 2026 wurde Muramasa: Revenant Blades angekündigt. Der weltweit gleichzeitige Start ist für Anfang 2027 auf Nintendo Switch 2, Nintendo Switch, PlayStation 5 und Steam geplant.

Es fasst das Wii-Spiel mit Genroku Legends zusammen, den Zusatzkapiteln der PlayStation-Vita-Fassung, und baut Grafik und Schwertkampf neu. Sechs Figuren werden spielbar sein.

Entwicklung Vanillaware, Veröffentlichung Marvelous — dieselbe Paarung wie vor siebzehn Jahren.Screenshot von Muramasa: Revenant BladesAus einem Screenshot der Steam-Seite von Muramasa: Revenant Blades (geplant für Anfang 2027)

Bilder, die von Hand gezeichnet wurden, bis das Geld ausging, entstehen jetzt auf neuen Maschinen noch einmal. Manche Spiele überdauern so.

Fürs Protokoll: 2009

2009. Ein Artikel fühlt sich für mich nie fertig an, bevor die Jahreszahl notiert ist. Die nordamerikanische Veröffentlichung war am 8. September 2009 — heute, am 8. September 2026, genau siebzehn Jahre her. In Japan war es der 9. April desselben Jahres.

Die Bilder, die sechzehn Leute von Hand gezeichnet haben, sind in siebzehn Jahren nicht gealtert. Arbeit, die getan wurde, bis das Geld ausging, überdauert oft genau so.

Gibt es ein Spiel, an dessen Bilder Sie sich früher erinnern als daran, es gespielt zu haben?

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